gelöst Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler


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gelöst Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon Guest12345 » 19.09.2018, 10:53

Hey liebe Forum-Mitglieder,

ich war schon oft hier im Forum, um meine Programmierkenntnisse zu erweitern und bräuchte jetzt ein bisschen Hilfe bzw. Erfahrungswerte.

Ich werde demnächst in Gehaltsverhandlungen gehen und möchte wissen, in welchem Bereich ein angemessenes Gehalt liegen sollte.

Ich bin seit 3 Jahren dualer Student der Wirtschaftsinformatik und schließen mein Studium in ein paar Monaten mit dem Bachelor ab. In den ersten 2 Jahren habe ich noch einen Fachinformatiker gemacht.

Auf Grund der Erfahrungen der letzten 3 Jahre will ich mich nach dem Studium nicht mit dem "normalen" Einstiegsgehalt für Studienabgänger zufrieden geben, sondern für ein Gehalt argumentieren, dass diese Erfahrungen auch einbindet.

Aus Online-Recherche habe ich rausgefunden, dass das Jahresgehalt somit irgendwo in dem Bereich von 45.000-55.000 € liegen sollte.

Was meint ihr dazu?


** Interessant wie sich dieser Thread entwickelt hat. Für die Leute, die diesen Thread in Zukunft noch mal finden sollten. Mein Gehalt wurde jetzt auf 50k festgelegt, wobei 45k auch total fair wären. Kleine Differenzen können sich dann evtl. noch je nach Verhandlungsgeschick ergeben.
Zuletzt geändert von Guest12345 am 04.10.2018, 09:41, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 19.09.2018, 17:08

Ich mach mal den Provocateur: Mit dem Kenntnisprofil hättest du bei mir echte Schwierigkeiten. Ich habe öfters den Fall, dass ein Kunde oder Ex-Kunde wen einstellen will und mich ins Vorstellungsgespräch dazubittet.

Du zählst lauter veraltete Technologien auf. Worüber du nichts sagst, sind Dinge, die ich dich fragen würde, wie: Wie weit reichen deine OO-Kenntnisse? Kannst du mir ein beliebiges Entwurfsmuster beschreiben und mir drei typische, konkrete Anwendungsfälle nennen? Ich instanziiere meine Klassen nie öffentlich, sondern immer über eine Erzeugungsmethode - warum tue ich das? Warum kann ich in R/3 nicht zwei Warenbewegungen parallel auf einem Material buchen? Warum geht das in S/4?


Ralf

PS: 45-55 nach drei Jahren? Ich hab zur falschen Zeit angefangen....
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon deejey » 19.09.2018, 17:19

na ja :D ich wette es gibt zig Fragen die du auch nicht beantworten könntest
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 19.09.2018, 17:44

Erstens: Ja, aber das sind nicht so einfache Fragen.

Zweitens: Es ist oft wichtig, wie jmd. damit umgeht, keine Lösung parat zu haben. Gibt es einen Ansatz? Eine grobe Vorstellung?


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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon deejey » 19.09.2018, 20:04

Ja durchaus, es ist halt das Gesamtpaket, das sich mit der Position so gut wie möglich decken sollte. Gutes Beispiel ist der User x, seine Fragen aus allen möglichen Bereichen verblüffen mich jedes mal und ich frage mich warum merkt sein Auftraggeber eigentlich nicht dass er keinen Schimmer hat? Wenn das keine Verarsche ist, dann kriegt er immer irgendwie die Kurve, und offenbar zur Zufriedenheit des Kunden - so kann man wohl auch durchkommen :D

Warum kann ich in R/3 nicht zwei Warenbewegungen parallel auf einem Material buchen? Warum geht das in S/4?

hm, was ist der Grund? Bündelt S/4 sie damit sie im Endeffekt hintereinander und nicht parallel verbucht werden?
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 19.09.2018, 21:35

Im R/3 geht das nicht, weil die Bestände in MARC und MARD geändert werden müssen, die es nur gibt, weil das System so langsam ist. Dazu musst du die Sätze sperren, was paralleles Buchen zuverlässig ausschließt. Im S/4 gibt es keine Tabellen, in denen Bestände stehen könnten. Wenn du den Bestand ermitteln willst, ist die DB so schnell, dass er „live“ aus den Materialbelegen errechnet wird. Darum besteht eine Materialbewegung nur aus neuen Datensätzen (MKPF/MSEG) und DIE kannst du parallel schreiben. Man sollte halt nicht auf der Kompatibiitätsschicht herumhühnern, sondern nativ S/4-Coding generieren, um alle Vorteile nutzen zu können.

Wir haben übrigens dieses Problem akut, wenn wir Blutspenden einlesen und daraus Blutspende-Vorgänge erzeugen: Das sind mehrere Tausend auf einen Schlag, die alle schnell verarbeitet werden müssen. Nur: Mit Parallelisieren kommst du nicht weit, weil du ständig gegen Sperren anrennst. Ich warte noch drauf, dass der zuständige Entwicklerkollege den Verstand verliert :)


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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon deejey » 19.09.2018, 23:37

ah ok, verstehe ... die Konsequenzen aus der spaltenorientierten Speicherung sind mir noch nicht richtig geläufig, habe auch Probleme das gedanklich umzusetzen, HA400 und glaube HA150 haben mir praktisch nix gebracht: wenn man das nicht bald anwendet vergisst man in paar Monaten fast alles wieder, reine Geldverschwendung Schulungen mit der Gießkanne zu verteilen.

Das Sperrenproblem kann schon ein Elend sein, manchmal baut man aus Verzweiflung ein Customizing für die Wartezeit und Anzahl Versuche um sich an einen Kompromiss heranzutasten, nicht zu lange warten, aber lange genug damit es weitergeht :D
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon zzcpak » 20.09.2018, 07:34

Ralf, was hat du da für ein Bild? Gerade von einem Survival-Training zurück gekommen?

Und sind deine Fragen nicht etwas zu tiefgehend für einen Neuling. Aber ich bin ja auch als Quereinsteiger in die SAP-Welt gekommen und habe kein Informatik-Studium.
Fakt ist doch aber auch, dass in vielen Firmen diese "veralteten" Technologien eingesetzt werden und das vermutlich auch noch über längere Zeit. Und ist das Wissen über S/4HANA wirklich schon so weit gestreut, dass man es bei Einstellungsgesprächen voraussetzen könnte?

Die eigentliche Fragestellung nach dem Einstiegsgehalt wurde jetzt aber auch noch gar nicht angeschnitten. Ehrlich gesagt ich weiss es nicht, da ich als Berater in der SAP-Basis umherirre. Hatte in letzter Zeit auch einige Gespräche zu Festanstellungen und da wurden auch schon mal 80.000+ geboten, allerdings dann mit entsprechender Erfahrung.

Für diese Nachricht hat zzcpak einen Dank bekommen :
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 20.09.2018, 08:05

Naja, dass es irgendwann sechsstellig wird, ist klar. Und ich stelle solche Fragen eben nicht nur, weil ich wissen will, ob er die Antwort weiß. Ich frage so lange und so tief, bis er sie NICHT mehr weiß. Weil ich sehen will, wie er damit umgeht. Und wenn mir einer sagt, er habe drei Jahre MM gemacht und nicht auf das Sperrproblem kommt, hat er verloren. MEINE Beobachtung ist übrigens eine andere. Nämlich die, dass Kunden zunehmend anspruchsvoller werden.


Ralf *wieso survival???
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ewx » 20.09.2018, 09:09

Guest12345 hat geschrieben:Auf Grund der Erfahrungen der letzten 3 Jahre will ich mich nach dem Studium nicht mit dem "normalen" Einstiegsgehalt für Studienabgänger zufrieden geben, sondern für ein Gehalt argumentieren, dass diese Erfahrungen auch einbindet.

Aus Online-Recherche habe ich rausgefunden, dass das Jahresgehalt somit irgendwo in dem Bereich von 45.000-55.000 € liegen sollte.

Zu dem Gehalt selber kann ich nichts sagen. Das hängt von so vielen Faktoren ab.
Aber generell würde ich dir Recht geben: Mit drei Jahren SAP-Erfahrung hast du bessere Chancen auf ein höheres Gehalt.
Erstens wird im SAP-Bereich generell besser bezahlt, als in vielen anderen IT-Bereichen.
Zweitens wird von SAP-Beratern und Programmierern viel komplexes Wissen bzw. der Umgang mit "Unwissen" vorausgesetzt. Du hast im SAP Programme, Customizing, Prozesse, Module, Fachbereiche usw. Es wird zwar nicht erwartet, dass man alles kann, aber ein gewisses Verständnis für die ganzen Zusammenhänge schon. Vom Programmierer wird erwartet, dass er sich einigermaßen in den Modulen zurecht findet und vom Berater, dass er auch in etwa weiß, wie die Programmierung "dahinter" funktioniert.

Detailfragen sind gar nicht wichtig. Wichtig ist, dass man bereit und willens ist, sich Problemen zu stellen. Und ob man dann fähig ist, diese zu formulieren, Lösungsansätze und Alternativen zu finden und sie im Team, mit Kollegen, mit Dienstleistern umzusetzen.

Du kannst mit vorgetäuschten SAP-Kenntnissen sicherlich irgendwo 70.000 EUR bekommen, genauso wie du als SAP-Genie irgendwo für 40.000 EUR arbeiten kannst. Es hängt von sehr vielen Dingen ab...

Insgesamt darf man SAP-Wissen nicht überbewerten! Du bekommst nicht automatisch 15.000 EUR mehr, weil du mal was mit SAP gemacht hast! Da habe ich von mehreren Seiten gehört, dass die Vorstellungen von Bewerbern doch ziemlich überzogen sind.

Und bis ein SAP-Programmierer ein sechs-stelliges Gehalt hat, muss aber noch viel Wasser die Elbe runter fließen...
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 20.09.2018, 09:16

ewx hat geschrieben:Und bis ein SAP-Programmierer ein sechs-stelliges Gehalt hat, muss aber noch viel Wasser die Elbe runter fließen...


Öhm..... nein?! Ich hab ein Angebot von 96.000 auf dem Tisch liegen. Ohne Verhandlung, ohne Reisetätigkeit. Angebote mit Reisetätigkeit hatte ich schon *deutlich* im Sechsstelligen.


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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon nickname8 » 20.09.2018, 09:30

ralf.wenzel hat geschrieben: Ich instanziiere meine Klassen nie öffentlich, sondern immer über eine Erzeugungsmethode - warum tue ich das?


Lass es uns wissen :)

Ich verstehe durchaus, dass man es manchmal machen muss. Schon weil das Entwurfsmuster es vorschreibt (Singleton). Aber warum machst du es generell und immer?

Ist es allgemein dein Programmierstil, oder würdest du es rein auf ABAP beschränken? Im .NET Umfeld habe ich noch nie gehört, dass man es immer macht (ich weiß, dies hier ist ein ABAP-Forum).
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 20.09.2018, 09:49

Weil ich zu oft erlebt habe, dass man vor einer Instanziierung dann doch noch etwas prüfen will. Dann musst man eh alle Objekterzeugungen abgrasen. So habe ich immer eine einheitliche Schleuse, durch die jede Instanziierung durch muss (und die ich an funktionalen Operandenpositionen einsetzen kann). Ich verliere dabei nichts.

Nachtrag: Außerdem soll ein Objekt sich komplett selbst verwalten. Da beziehe ich die Erzeugung mit ein.



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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon Guest12345 » 20.09.2018, 10:53

Danke schon mal für die vielen Beiträge, auch wenn nicht alles Bezug zu meiner Fragestellung hat.

Daher vllt. noch mal ein bisschen mehr Hintergrund. Das Industrieunternehmen, bei dem ich arbeite verwendet, ähnlich wie viele andere mittelgroße Industrieunternehmen, "nur" die "alten" SAP-Technologien. Ich denke das ist nichts außergewöhnliches. Daher habe ich bisher auch keine Erfahrungen mit ABAP OO, sowie S/4 HANA gesammelt.

Die Punkte, die ich aufgezählt sollen lediglich als Indikator für die Lernbereitschaft und das selbstständige Erlernen unbekannter Technologien dienen, da ich die ja auch nicht einfach so von heute auf morgen erlernt habe.

Ebenfalls habe ich nicht "3 Jahre in MM gearbeitet". Entschuldigung, falls ich mich dort unklar ausgedrückt habe, deswegen noch einmal genauer. Ich habe in den letzten 3 Jahren die Bereiche SD, FI, CO und MM kennengelernt und in diesen Bereichen Kundenprogramme entwickelt/angepasst. Klar lernt man dabei auch viel über die einzelnen Prozesse der Module, allerdings bin ich weit entfernt davon ein Experte in einem dieser Bereich zu sein.

*Vllt. kommen ja noch ein paar Antworten zu der eigentlichen Fragestellung zu Stande, ich wollte nur ein paar ungefähre Zahlen erfahren :)
Zuletzt geändert von Guest12345 am 26.09.2018, 08:18, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Gehaltsvorstellungen SAP ABAP-Entwickler

Beitragvon ralf.wenzel » 20.09.2018, 13:03

Guest12345 hat geschrieben:*Vllt. kommen ja noch ein paar Antworten zu der eigentlichen Fragestellung zu Stande, ich wollte nur ein paar ungefähre Zahlen erfahren :)


Das ist eben nicht so einfach, du hast deine Kenntnisse ja gerade deutlich eingeschränkt.

Guest12345 hat geschrieben:ABAP 00


Ohne Worte.


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