Wenn Du die Grundlagen von ABAP schon so halbwegs im Griff hast, dann versuch doch einfach, Deinen eigenen Funktionsbaustein zu schreiben. Es ist zwar gut möglich, dass es das von Dir Gesuchte bereits im Standard gibt (dafür hast Du Deine Anforderung nicht genau genug beschrieben), aber Du lernst auf jeden Fall eine Menge, wenn Du Deinen eigenen Baustein erstellst.
Der Weg ist ganz einfach: Nimm zur Bausteinerstellung die SE37 anstelle der SE38. Erstelle zunächst in der SE37 über das Menü Springen->FGruppenverwaltung->Gruppe anlegen eine sog. "Funktionsgruppe". Diese ist das Rahmenprogramm, in das Du jetzt beliebig viele Funktionsbausteine reinpacken kannst, die sich dann die globalen Variablen des Rahmenprogramms teilen. Meist hat man nur einen einzigen Baustein in der Funktionsgruppe, was auch völlig in Ordnung ist. (Hingegen ist es nicht effizient und nicht ratsam, mehrere Bausteine, die nichts miteinander zu tun haben, in dieselbe Funktionsgruppe zu stopfen, da sie alle in den Speicher geladen werden, sobald ein Programm nur einen davon benutzt. Und dass Programme, die nichts miteinander zu tun haben, sich dieselben globalen Variablen teilen, ist auch nicht wünschenswert.)
Ist die Funktionsgruppe erstellt, dann kannst Du in der SE37 bequem Deinen Funktionsbaustein anlegen, so wie Du in der SE38 ein Programm anlegen würdest. Probier es einfach aus; es ist weitgehend selbsterklärend. Den Rest lernst Du dann schon by doing, und wenn noch Fragen bleiben, dann stellst Du sie hier.
Achte nur darauf, dass innerhalb des Funktionsbausteins alle Variablen global sind und ihren Wert auch nach Verlassen des Bausteins behalten, so dass sie wieder da sind, wenn der Baustein ein zweites Mal aufgerufen wird. Damit kann man Zustände speichern. Meist will man aber nicht mit solchen persistenten, globalen Variablen arbeiten. Dann rufst Du im Baustein einfach eine FORM oder Methode auf und kannst dort dann ganz normal lokale Variablen definieren.
Wenn wir einer Partei die Regierungsbeteiligung verweigern, die von einer Mehrheit gewählt worden ist, weil wir diese Partei für schlecht halten, da wir einer anderen Partei angehören, wie ist dann unsere eigene demokratische Gesinnung zu bewerten?