Welches Jobangebot annehmen?

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Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von L0w-RiDer (Expert / 545 / 83 / 2 ) »
Hallo an alle!

heute habe ich mal keine ABAP-Frage sonder eine bezüglich der Karriere:

Ich habe bisher als SAP-Entwickler gearbeitet und zwar ausschließlich in der Entwicklung, mit 1,5 Jahre Erfahrung.

Nun habe ich ein Angebot vorliegen, welches als SAP Berater Basis und Entwicklung vorliegt. Hierbei wäre es so, dass ich circa 3 Tage Entwicklung und 2 Tage Basisarbeiten machen würde. Es würden also auch Arbeiten wie z.B. das Berechtigungswesen, Transportmanagementsystem usw. anfallen. Das Angebot wäre bei einem Unternehmen mit circa 3500 Mitarbeiter. Es wird eventuell auch in näherer Zukunft eine App in Fiori entwickelt---> klang bloß irgendwie nicht so überzeugend. Hana ist noch nicht eingeführt und wird es wohl auch frühestens in 2 Jahre. Module wären MM,PP, BW und FI.
Das Gehalt liegt bei 56000 €.

Ich habe noch ein anderes Angebot vorliegen, bei dem ich ausschließlich SAP Entwicklung machen würde und dies wohl fast nur noch in ABAP-OO (was ich auch sehr gut finden würde, wobei ich darin noch nicht so fit bin). Ich würde wohl hier auch mit FIORI und HANA arbeiten. Gehalt wäre bei circa 57000 €, es wäre bei einem Unternehmen mit circa 20000 Mitarbeiter. Hier wären es circa 12 Module--> MM,FI, HCM usw. mit einem Hauptmodul und eventuell Betreuung weiterer.

Ich möchte sagen, dass ich Entwickler bleiben möchte. Glaubt ihr, dass ich mir mit Angebot 1 diesen Weg etwas "versauen" würde, da ich auch Basis-Tätigkeiten übernehme? Mich irritiert auch der Begriff Berater. Also ich möchte Entwickler bleiben und nicht Berater werden (auch wenn es wohl laut SAP technische Berater sind) :D.

Was sind eure Meinungen zu den Angeboten, welches würdet ihr annehmen?

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Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von deejey (Specialist / 429 / 133 / 46 ) »
na die Antwort hast du doch schon selbst gegeben: Variante 2, welche Argumente könnten wir noch für 1 vorbringen. Wir nennen uns Consultants, Dienstleister, das geht über das "einfache" Programmieren hinaus: wir beraten unsere Kunden, geben Tipps, machen Vorschläge, analysieren Performanceprobleme, machen Aufwandsschätzungen, stellen ggf. Lösungen fundiert in Frage, präsentieren Ergebnisse usw.

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von L0w-RiDer (Expert / 545 / 83 / 2 ) »
Bei Variante 1 würde ich wohl auch etwas international arbeiten und mein zukünftiger Vorgesetzter war mir etwas sympathischer. Die Frage ist halt auch, ob ich mir den Entwicklerweg verbaue, wenn ich nur noch 70 % entwickle und halt 30 % Basisarbeit übernehme?

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von moo_jo (ForumUser / 36 / 10 / 7 ) »
Hallo Low-Rider,

ich würde noch weitere Faktoren in die Überlegung mit einbeziehen:
- Arbeitsweg?
- Interessiert dich eine Branche mehr als die andere?
- Aus der Entwicklersicht sind sicherlich beide Jobs eine gute Möglichkeit dich weiterzuentwickeln. Wie viel du tatsächlich dazulernst hängt meiner Erfahrung nach auch stark von den Kollegen, dem Umfeld und einem selbst ab!

Moo_jo

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von deejey (Specialist / 429 / 133 / 46 ) »
L0w-RiDer hat geschrieben:
24.11.2019 09:46
Bei Variante 1 würde ich wohl auch etwas international arbeiten und mein zukünftiger Vorgesetzter war mir etwas sympathischer. Die Frage ist halt auch, ob ich mir den Entwicklerweg verbaue, wenn ich nur noch 70 % entwickle und halt 30 % Basisarbeit übernehme?
Das hängt davon ab ob du dich immer mehr in die Basisarbeit drängen lässt. Verbaut wird ansonsten erstmal garnichts, auch Basiswissen ist viel wert, bei Bewerbungen gibt du das je nach Anforderungsprofil an oder auch nicht, kannst es auch bei Bedarf vage fomrulieren wie "Basiserfahrungen vorhanden" oder sowas.

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von SaskuAc (Specialist / 321 / 37 / 44 ) »
Wie schon gesagt wurde, verbauen würdest du dir mit Möglichkeit 1 nichts. Basiserfahrungen hätten mir als Entwickler schon wesentlich weiterhelfen können.

Lass dich auch nicht allzu sehr von bestimmten Schlagwörtern wie "Consultant", "Hana" oder "Fiori" locken oder verwirren. Ich bin auch nur "Intern HCM Consultant" - was aber nichts anderes heißt, dass ich ABAP coding schreibe und zeitgleich die HR Abteilung berate was möglich und sinnvoll ( bzw. eben nicht möglich und sinnvoll ) ist.

In meiner letzten Stelle habe ich mich eben von Hana, Fiori und Cloud locken lassen, das muss aber nichts heißen. Tatsächlich ist es meist realistischer, wenn Firmen sagen, dass sie wahrscheinlich noch ein, zwei Jahre brauchen bis sie die Planung für solche sachen fertig haben. Was habe ich schlussendlich in meiner letzten Stelle von den 3 dingern gesehen?
Hana, konnte kein effektiver nutzen draus gezogen werden, da kein Eclipse und sonst keine speziellen Hana Settings gemacht wurden
Fiori, wurde eine App eingekauft, welche wir auch betreuen sollten ( aber eben nur übers customizing und andere Backend sachen ) und Cloud...
Cloud will ich gar nicht anfangen ( sonst wird der Text hier viel zu lang ).

Also unterm Strich würde ich zu 1. tendieren, solange du "standhalten" kannst und dich nicht zu sehr in die Basisrichtung drängen lassen wirst. Aber wenn du dir da nicht sicher sein kannst, dann geh lieber zu 2. Das musst du selber wissen, wie standhaft du hier sein kannst.

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von c oco (Specialist / 326 / 12 / 16 ) »
L0w-RiDer hat geschrieben:
24.11.2019 09:46
Bei Variante 1 würde ich wohl auch etwas international arbeiten und mein zukünftiger Vorgesetzter war mir etwas sympathischer. Die Frage ist halt auch, ob ich mir den Entwicklerweg verbaue, wenn ich nur noch 70 % entwickle und halt 30 % Basisarbeit übernehme?
Also sowohl Transporte als auch Berechtigungswesen sind wichtige Skills in SAP und als Entwickler brauchst du das Wissen auch in beiden Bereichen. Ich bin auch Entwicklerin und habe mich mit dem Thema Transportwesen beschäftigt, da wir jetzt einen Sammelrollout hatten. Daher kannst du nichts klar trennen. Für dich ist es sogar ein Plus, da du dadurch Berührungspunkte in andere Bereiche bekommst und in frühen Jahren so viel Erfahrung wie möglich sammeln kannst. Nimm so viel mit wie du kannst.

Viele Grüße
coco

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von DeathAndPain (Top Expert / 2022 / 273 / 425 ) »
Ich behaupte sogar, dass jeder ABAP-Entwickler auch ein Berater ist. Ein Entwickler, der kein Berater ist, ist kein Entwickler, sondern nur ein Programmierer. Das wäre aber weder ein sonderlich abwechslungsreicher noch ein sonderlich qualifizierter Job.

Ein "Entwickler" muss nach meinem Verständnis schon bei der Planung des Projektes mitarbeiten und seine Erfahrung einbringen, welche systemtechnischen Optionen es zur Lösung der Anforderung gibt und welchen Weg man sinnvollerweise einschlagen sollte. Damit tut er sich auch selbst einen Gefallen, denn nichts ist schlimmer, als ein unsinniges Konzept programmtechnisch umsetzen zu müssen, von dem man - aufgrund seiner eigenen Erfahrung - schon vorher sagen kann, dass so damit niemand glücklich werden wird oder dass man das viel besser hätte lösen können.

Einst hab ich auch mal quasi als Programmierer mit nur geringer betriebswirtschaftlicher Ahnung angefangen. Aber da wächst man ganz schnell rein. Es wird einem erklärt, wie die betriebswirtschaftlichen Abläufe sind, und im Geiste bildet man die auf mögliche Programme ab und überlegt sich, wie man da sinnvollerweise rangeht. Wenn man das eine Zeitlang gemacht hat, kann man sich mit Fug und Recht Berater nennen. Dabei ist nicht jeder Berater ein Reisender, der 1000 verschiedene Kunden betreut. Gerade im SAP-Umfeld sind "Inhouse-Berater", die nur für eine Firma tätig sind, etwas ganz normales. Wenn solch Inhouse-Berater dann nicht nur modellieren und customizen kann, sondern ergänzend auch in der Lage ist, weitergehende Anforderungen in ABAP zu realisieren, dann wertet ihn das ganz erheblich auf.

Aber man kann nicht "entwickeln", wenn man (die Fachabteilungen) nicht "beraten" kann.

Was mich bei Deinem zweiten Angebot etwas stutzig macht, sind die 12 Module. Niemand kann 12 Module gleichzeitig gut drauf haben. Da sind ja auch so grundlegend unterschiedliche Module wie MM und HCM dabei. Klar kann man als ABAP-Kundiger in allen Modulen rasch mal irgendein Progrämmchen schreiben, aber eine gute programmtechnische Lösung für ein Problem aus dem Umfeld eines Moduls zu finden, erfordert doch schon ein gutes Detailwissen in diesem Modul.

Edit: Dieser Beitrag wurde von Jan zensierend geändert. Da er leider keinen entsprechenden Hinweis auf diesen Umstand hinterlassen hat, tue ich dies hiermit.
Zuletzt geändert von DeathAndPain am 28.11.2019 14:37, insgesamt 1-mal geändert.

Folgende Benutzer bedankten sich beim Autor DeathAndPain für den Beitrag (Insgesamt 3):
SaskuAcdeejeygtoXX

Wenn wir einer Partei die Regierungsbeteiligung verweigern, die von einer Mehrheit gewählt worden ist, weil wir diese Partei für schlecht halten, da wir einer anderen Partei angehören, wie ist dann unsere eigene demokratische Gesinnung zu bewerten?

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von L0w-RiDer (Expert / 545 / 83 / 2 ) »
Okay, vielen Dank schon mal.

Was in meinen Überlegungen noch einfließt ist die Tatsache, dass ich bei Option 1 einen Arbeitsweg von 1 Std und 15 Minuten hätte, während bei 2 eben nur 45 Minuten (dafür 3 Stunden weniger Arbeitswoche bei 1). Bei Option 1 wäre es ein Team aus 5 Personen. Bei Option 2 wären es mehr als 70 SAP-Entwickler, wobei das Team aus 6 Personen besteht. Option 1 keine Kantine, bei Option 2 vorhanden (ist mir aber eigentlich nicht so wichtig). Option 1 kleiner Standort (300 Mitarbeiter), Option 2 ( 5000 Mitarbeiter).

Re: Welches Jobangebot annehmen?

Beitrag von deejey (Specialist / 429 / 133 / 46 ) »
L0w-RiDer hat geschrieben:
25.11.2019 23:00
Okay, vielen Dank schon mal.

Was in meinen Überlegungen noch einfließt ist die Tatsache, dass ich bei Option 1 einen Arbeitsweg von 1 Std und 15 Minuten hätte, während bei 2 eben nur 45 Minuten (dafür 3 Stunden weniger Arbeitswoche bei 1). Bei Option 1 wäre es ein Team aus 5 Personen. Bei Option 2 wären es mehr als 70 SAP-Entwickler, wobei das Team aus 6 Personen besteht. Option 1 keine Kantine, bei Option 2 vorhanden (ist mir aber eigentlich nicht so wichtig). Option 1 kleiner Standort (300 Mitarbeiter), Option 2 ( 5000 Mitarbeiter).
Dazu kann man schlecht was sagen, das muss jeder für sich selbst abwägen. Eine wichtige Sache gibts z.B. bei Beratungshäusern zu beachten: Reisetätigkeit von x% mit wechselnden Einsatzorten.

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